10 Jahre FAIRTRADE bei Betten Reiter

FAIRTRADE-Baumwolle stammt ausschließlich von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, die sich entweder in Kooperativen demokratisch zusammenschließen oder im Vertragsanbau Baumwolle produzieren. Die FAIRTRADE-Standards für Vertragsanbau eröffnen den Kleinbauernfamilien, die noch nicht ausreichend organisiert sind und somit die Einstiegskriterien für Kleinbauernkooperativen nicht erfüllen, die Möglichkeit, trotzdem an fairen Handel teilzunehmen. Sie werden schrittweise dabei unterstützt, vom Vertragsanbau zum eigenverantwortlichen Anbau in einer Kooperative zu wechseln.

 

Das FAIRTRADE-Siegel für Baumwolle steht für Rohbaumwolle, die fair angebaut und gehandelt wurde. Die Baumwolle in Textilien, die dieses Siegel tragen, ist zu 100 Prozent FAIRTRADE-zertifiziert. Der Weg der im Endprodukt verarbeiteten Rohbaumwolle ist direkt bis zum Ursprung zurück verfolgbar. Das heißt, die fair gehandelte Baumwolle kann in jeder Phase der Produktion und Verarbeitung von konventioneller Baumwolle getrennt weiter verarbeitet werden.

 

WARUM  FAIRTRADE DEN UNTERSCHIED MACHT

5 Gründe für den fairen Handel im Baumwollanbau

  1. Verbot ausbeuterischer Kinderarbeit: FAITRADE verbietet ausbeuterische Kinderarbeit sowie Zwangsarbeit und erachtet die Übereinkommen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) als die maßgeblichen Standards zum Thema Kinderarbeit.
  2. Stabile Einkommen bedeuten Sicherheit: Der FAIRTRADE-Mindestpreis stellt bei den stark schwankenden Baumwollpreisen ein Sicherheitsnetz dar. Die FAIRTRADE-Prämie bringt zusätzliches Einkommen durch Ertragssteigerungen und Bonuszahlungen.
  3. Mitsprache: Vom passiven Empfänger zu aktiven Gestalter: Die Produzentinnen und Produzenten haben ein 50%iges Mitsprachrecht bei allen Entscheidungen. Vom globalen Netzwerken und Lernen profitieren alle Beteiligten, Nord-Süd Austausch und regionale Zusammenarbeit bereichern!
  4. Umweltschonende Produktionsweise: FAITRADE steht für strenge Umweltstandards, wie das Verbot von gentechnisch verändertem Saatgut und gefährlichen Chemikalien. Zusätzlich wird bei Abnahme von Bio-Baumwolle ein Bio-Zuschlag für die Ware bezahlt.
  5. Vorgaben für die Weiterverarbeitung: Von allen Beteiligten der weiteren Baumwoll-Lieferkette wird ein Nachweis über die Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen verlangt. Das gilt für alle Schritte der Weiterverarbeitung wie Entkernung, Spinnen, Färben etc. Die Einhaltung der FAIRTRADE-Standards entlang der Wertschöpfungskette wird von FLOCERT sichergestellt.